AKTIVSPORTMODUL SURVIVALTAG

DETAILBESCHREIBUNG AKTIVSPORT-MODUL: SURVIVALTAG WILDNISTRAINING WILDNISKÜCHE

Aktivsportmodul / Angebot: Survivaltag Survivalmarsch Feuer ohne Streichholzer
Dauer bzw. Angebot als: meist als Tagesmodul (zusammen mit Angeboten aus der "Wildnisküche")
Nur der Wildnis- und Survivalteil lässt sich auch mit einigen Einschränkungen als Halbtagesmodul durchführen.

 

Treff und Startpunkt ist wie immer - und meist nach dem Frühstück - das Abenteuercamp Klosterbuch. Es wird vom Trainer Ausrüstung verteilt, für viele Schüler geben Seilrollen, Blechkannen, eine Art fahrbarer Rad-Anhänger und einige geheimnisvolle, dicke Taschen noch keinen Sinn bzw. Indiz für deren spätere Anwendung. Es werden die Paddel und Schwimmwesten verteilt, die Boote werden auf unseren Transportanhänger verladen und hinter das Kloster Buch zur Bootswiese gefahren. Hier starten wir dann mit meist drei Schlauchbooten flussauf. Nach etwa 30 Minuten anstrengender Paddelei stromauf legen wir am Ufer an. Hier erklärt der Trainer die folgende Aufgabe: Angelehnt an das altbekannte Rätsel mit dem Bauer, dem Kohlkopf, der Ziege und dem Wolf - sowie mit Hilfe eines fast 50m langen Seils soll nun nur mit Hilfe von einem der Boote der Fluss überwunden werden - alle Ausrüstung, auch die sperrige Transportkarre - muss an das gegenüberliegende Ufer.  Dieses kleine, altbekannte Rätsel gefällt uns deshalb so gut, weil es irgendwie auch eine typische Logistik-Herausforderung für unsere Survivaltag-Teilnehmer ist!
Übrigens, die anderen verwendeten Schlauchboote verbleiben am anderen Ufer, werden dort angeschlossen und dienen uns für den Rückweg!

Nach einer aufregenden, z.T. kontrovers geführten Beratungszeit kommt Bewegung in die Gruppe, in mehreren Durchgängen setzt die gesamte Gruppe "über", der Trainer übernimmt natürlich die Rettungsschwimmer- und Sicherheitsaufsicht über diese gesamte Aktion.

 

FORTSETZUNG DETAILBESCHREIBUNG DES AKTIVANGEBOTES SURVIVALTAG SURVIVALTRAINING

Endlich alle am gegenüberliegenden Ufer trocken angekommen, werden einige "Schatz- und Survivalkarten" ausgeteilt, es gibt eine kleine Erklärung zur Anwendung von einem ganz normalen, klassischen Kompass und ein paar Tipps zum Lesen und Verstehen der Karte.
Nun gilt es, anhand der "Wildniskarte" unseren Survivalplatz zu finden. Die bisher sperrige Transportkarre entpuppt sich als hilfsreicher "Lastesel" für unsere gesamte Ausrüstung. Der Weg führt etwa 2,5 km (45 Minuten) über Wiesen, Feldwege und z.T. anstrengend bergauf durch dichte, einsame Wälder. Endlich sind wir am Etappenziel - an unserem Survivalplatz - angekommen.

Nun die nächste Herausforderung: Wir wollen ein sehr einfaches Mittagsmahl aus "eigener Kraft" zubereiten - haben dafür aber weder eine Handy zum Bestellen beim örtlichen Pizzadienst anbei (bzw. "anbei" haben die Jugendlichen meist ein Handy, aber niemand kennt die Adresse, wohin der Lieferdienst das "virtuelle Essen" anliefern soll :-) , noch fehlen uns jedwede Kücheneinrichtung, große Töpfe.

 

Wir versuchen, gemeinsam mit den Schülern Ideen zu sammeln, wie wir dennoch zu unserem Essen kommen. Unsere Vorfahren verwendeten die große Kunst des Funkenschlagens, Feuerbohrens und konnten mit Hilfe von geeignetem Zundermaterial schnell ein kleines Kochfeuer für die Nahrungszubereitung entfachen. Aus zeitlichen Gründen "tricksen" wir etwas bei der Beschaffung der zweiten und dritten "Komponente" für unser Mittagsmahl - das lebensnotwenige Trinkwasser bieten wir in Form der großen, schweren und bis hierher "mitgeschleppten" Mineralwasserflaschen an. Nun fehlt nur noch ein Behältnis, wo wir diese Wasser erhitzen bzw. zum Kochen verwenden können  auch da haben wir uns eine "wildnisgerechte", spannende Lösung einfallen lassen. In Form von so genannten Kelly Kettels und mit Hilfe unseres aus Zundermaterial, Birkenrinde und einem Feuerstahl hergestellten kleinen Kochfeuern bekommen wir unser Wasser zum Kochen.

 

Als schnelles Mittagsmahl verwenden wir einfache Nudelsupppen, welche sich schnell mit Hilfe des in den Kelly Kettels zum kochen gebrachten Wassers zubereiten lässt, ebenso gibt es vom Trainer einen kleine Wissensvermittlung, wie man mit Hilfe einiger Wildkräuter wie Minze, Zitronenmelisse und Salbei - aber auch mit jungen Birkenblätter-trieben und Fichtennadelspitzen man sich eine ganz akzeptabel schmeckenden Tee zubereiten kann ...

 

Hinweis in eigener Sache: dieses eben beschrieben "Survivalmittagessen" ist mehr Mittel zum Zweck und wird die Teilnehmer  vorübergehend auch etwas sättigen - keine Bange, niemand wird aber Hunger leiden, zum Ende unseres Survivaltages gibt es im Camp Klosterbuch noch einmal "ordentlich" zu Essen, denn beim Abschnitt "Wildnisküche" wartet auf die Survivalschüler noch eine weitere Überraschung - siehe aber dazu weiter unten mehr Details!

 

Wir beräumen unseren Rastplatz so, dass niemand nur eine Anzeichen unserer Anwesenheit findet, den wenigen Müll, welchen wir produziert haben, nehmen wir wieder mit. Es folgt der Rückmarsch wieder anhand der Orientierungskarte - bleibt uns etwas Zeit übrig, können wir noch zu einer Aussicht  an einer steil abfallenden Felswand hinwandern und einen faszinierenden Blick auf das unter uns liegende Land mit dem Kloster Buch, auf unser Abenteuercamp und auf den gewundenen Fluss Freiberger Mulde werfen - und bei guter Fernsicht am westlichen Horizont sogar die Stadt Leisnig erblicken.

Nach etwa einer Stunde (ca. 14:00 Uhr bis 14:30 Uhr) kommen wir nach Fußwanderung und anschließender Bootsfahrt wieder im Camp Klosterbuch an. Es werden die Boote gesäubert und weggeräumt, die Schwimmwesten werden zum Trocknen aufgehangen.

Wildnisküche -nun gibt es das letzte Highlight des Survivaltages, gemeinsam wollen wir versuchen, einige große Lachsfische ohne viel technische Hilfsmittel - und nur mit Hilfe von etwas Salz, frischen Kräutern direkt über dem Feuer und mit Zuhilfenahme grober Holzbretter und Rödeldraht zuzubereiten. Dazu nutzen wir große Feuerschalen bzw. so genannte Feuerkörbe mit heißer Holzkohleglut, klobige Holzbretter und einige weitere Tricks aus unserem Repertoire der Wildnisküche. Immer wieder sind die Schüler - und auch die Betreuer erstaunt, wie lecker die über der Feuerglut "archaisch" zubereiteten Lachsfische schmecken.

 


Allgemeine Hinweise zum Ablauf / Zeitplanung: Klosterbuch sind wir zum Nachmittag gegen 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr wieder zurück, hier stehen uns dann wieder ordentliche Toilettenmöglichkeiten, Regen- und Sonnenschutz, Feuerstelle und Tische/Bänke zur Verfügung.  Das Ende dieses Moduls lässt sich nicht immer exakt planen, je nach Teilnehmerzahl, Gruppendynamik sowie Zeitumfang der finalen "Lachs über dem Feuer Wildnisküche" endet dieses Aktivangebot etwa 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Beim Klassenfahrtprogramm Survivaltag haben wir schon oft den Kulinarischen Teil mit den Lachsfischen auf den späteren Abend verschoben, um dort gemütlich am Lagefeuer gleichzeitig noch unser "Wildnisküche-Abendessen" zuzubereiten.

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benötigte Ausrüstung und Hinweise SURVIVAL-TAG

 

Was ist mitzubringen? Kleiner Rucksack für die etwa 5 km lange Tour Survivalmarsch (bitte keine Tüten, Trolleys etc.!), Handtuch, stabile Schuhe (Turnschuhe, Sportsandalen) - die ggf auch nass werden können. Keine Flip-Flops, "Stöckelschuhe" etc. - wir sind wirklich "draußen" in der "echten, wilden" Natur! Handtuch, ggf Wechselsachsen, Kleiner Essnapf (z.B. eine Tupperdose) und eine Löffel, wer hat - ein Taschenmesser (bitte um Abstimmung Schüler//Betreuer!). Regenbekleidung bei gemeldeten Schlechtwetter  und ja, ein oft genutzter, gelber "Ostfriesennerz" (Regenjacke aus dem Baumarkt) oder ein einfaches Festival-Poncho aus Plasticfolie ist auch geeignet! - und ja, wir führen diesen Survival-Projekttag bei jedem Wetter durch! Bei heißen Temperaturen und Sonne unbedingt luftige - aber langärmlige Bekleidung (u.a. auch gegen Zecken und Brennnesseln gut!) sowie Kopfschutz (Basecap, Hut), evt. auch Sonnenbrille und Sonnenschutzcreme. Bei heißem Wetter noch ein zusätzliches Getränk wie z.B. Mineralwasser. Da die Aktivitäten der Flussüberquerung meist nicht trocken enden, empfiehlt es sich, unbedingt Wechselsachen, Handtuch sowie Sportsandalen bzw. wasserfeste Schuhe im Rucksack mitbringen!

 

Bekleidung: Funktionelle, robuste Bekleidung für den Nutzungszweck "Aufenthalt im Freien , Wassersport". Ersatzschuhe bzw. Stoffturnschuhe oder Sportsandalen ("Teva`s") für die wassersportlichen Aktivitäten. Achtung, diese Wechsel-Schuhe werden nass!! und dienen neben der Trittfestigkeit auch als Verletzungsschutz beim Laufen im Wasser. Es ist mindestens ein kompletter Satz Wechselbekleidung mitzubringen! Die gesamte Ausrüstung in eine große Umhängetasche oder in einen Rucksack packen. Bitte keine losen Plastikbeutel!

 

Gesundheit: Krankenkarte (Chipkarte), Adressen und Telefonnummer(n)+ Vorwahlnummern der Erziehungsberechtigten, persönliche Medikamente. Wir bitten um Hinweis der Betreuer bzw. Teilnehmer, wenn auf besondere Gesundheitsrisiken zu achten ist (Allergien, glaubensbedingte Essgewohnheiten, Einnahme wichtiger Medikamente, Neigung zu epileptischen Anfällen, Bluter ...)

 

Essen: Essbesteck, Geschirrtuch zum Abtrocknen, Tasse und Essnapf. Die Tasse und der "Napf" (Schüssel) sollten aus Plastik sein. Als Essnapf kann auch eine Kühlschrank- oder "Tupper"- Dose dienen (Inhalt: mindestens 0,3 Liter). Die Teilnehmer kochen, braten und backen z.T. auf bzw. am offenen Feuer. Der Aufwasch des Bestecks / Geschirr hat durch die Teilnehmer zu erfolgen.

 

ACHTUNG: All diese Ausrüstung muss in einen kleinen Rucksack passen und ist die gesamte Zeit von den Schülern selbst zu tragen.

 

Hinweis für die Betreuer: Die Teilnahme der Betreuer an dem Survivalmarsch ist obligatorisch! Das mit angereiste Betreuerpersonal haben auch während der Tour die sog. Grundaufsichtspflicht für Ihre Schüler/Jugendlichen wahrzunehmen.

 

Toiletten: sind erst wieder nach der Rückkehr in das Abenteuercamp Klosterbuch verfügbar, im Zeitbereich 10:15 - bis etwa 14 Uhr (während des Survivalmarsches) gibt es keine weitere , sationäre bzw. "feste" Toilettenmöglichkeit.